Historie

Chronik des Rittergutes Bömitz

Zerstörung und Stillstand durch Krieg
Die urkundlich dokumentierte Bömitzer Geschichte beginnt im Februar 1340 mit den Namen der Gebrüder Dowat als Besitzer von Bömitz. Das Geschlecht Dowat starb im 15. Jahrhundert aus. Allerdings lassen die Grundmauern und der Gewölbekeller des Rittergutes darauf schließen, dass als Vorgängerbau, eine Burg das idyllische Dorfbild zierte. Infolgedessen verzeichnet das Register der schwedischen Vermessung von 1693 einen über 200 Jahre andauernden Verwüstungszustand des Gutes Bömitz, der womöglich auf den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) und den darauffolgenden Kriegen zwischen Schweden und Brandenburg zurückzuführen ist.
„Blütenzeit“ des Rittergutes Bömitz
Unter der schwedischen Herrschaft über Vorpommern, begann in den 80iger Jahren des 17. Jahrhunderts eine erneute Bebauung des Landes. Das heutige Gutshaus wurde wahrscheinlich Mitte des 18. Jahrhunderts von dem in schwedischem Dienst stehenden Hauptmann Hermann Christoph von Hertell errichtet. Die aus Mecklenburg stammende Familie von Hertell wurde 1731 von König Friedrich von Schweden nobilitiert und in die Schwedische Ritterschaft aufgenommen. Obwohl die Hertells 1763 weitere benachbarte Güter erwarben (Gutshaus Daugzin und Gutshaus Ramitzow), lässt das architektonisch aufwendig errichtete Rittergut Bömitz als herrschaftliche Dreiflügelanlage darauf schließen, dass das Rittergut Bömitz einen besonderen Stellenwert für die Familie von Hertell einnahm. Dementsprechend wurden die bis dato erhaltenen Stilelemente wie der breite Mittelrisalit und Dreiecksgiebel im hofseitigen Eingangsbereich, der von einem Lünettenfenster verschönert wird, vermutlich im 18. Jahrhundert von der Familie von Hertell erbaut. Die dazugehörge ca. 3 ha große naturbelassene Parkanlage rund um das Haupthaus mit dem artenreichen Baumbestand zeugt ebenfalls von der besonderen Stellung des Rittergutes.